Desmond Tutu eröffnet südafrikanisch-deutsches Fachzentrum
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Pressemitteilung
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Bochum, 03.04.2009
Nr. 99  
  
Desmond Tutu eröffnet südafrikanisch-deutsches Fachzentrum
RUB-Institut baut Development Research Division auf
Bochumer Exportschlager in Kapstadt verstetigt
  

Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu eröffnete am 2. April das südafrikanisch-deutsche Fachzentrum für Entwicklungsforschung und Strafjustiz in Kapstadt. Für rund zwei Millionen Euro baut das Institut für Entwicklungsforschung und Entwicklungspolitik (IEE) der RUB in diesem Fachzentrum der University of the Western Cape (UWC) die „Development Research Division“ auf. Gefördert wird das Projekt vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) mit Mitteln aus der „Aktion Afrika“ des Auswärtigen Amtes. Zur Eröffnung des Fachzentrums hielt Erzbischof Tutu eine Rede vor rund 200 Gästen aus Politik und Wissenschaft, darunter RUB-Rektor Prof. Elmar Weiler und IEE-Direktor Prof. Wilhelm Löwenstein. Endlich konnte Desmond Tutu auch die Ehrendoktorwürde der Evangelisch-Theologischen Fakultät entgegennehmen, die ihm schon 1981 verliehen worden war. Bislang hatte er sie – unter anderem wegen einer Ausreiseverweigerung in der Zeit der Apartheid – nicht entgegennehmen können.

Vom Exportschlager zum Fachzentrum
Das IEE ist gemeinsam mit seinen Partnern an der UWC – der School of Government und dem Institute for Social Development – für die Abteilung Entwicklungsforschung des Zentrums verantwortlich. Die Abteilung bietet drei Master-Studiengänge und ein Promotionsprogramm an. Der Bochumer „Master in Development Management“, seit 2001 ein „Exportschlager“ an der Universität in Kapstadt, sowie der PhD in International Development Studies an der RUB sind ein fester Bestandteil des neuen Zentrums. Der Bochumer Master wurde bereits von 2001 bis 2006 durch den DAAD in seinem Programm „Deutsche Studienangebote im Ausland“ gefördert.

Hohe Relevanz für den afrikanischen Kontinent
Die Studiengänge haben eine besondere Relevanz für den afrikanischen Kontinent, so der DAAD. Die Absolventen der Abteilung für Entwicklungsforschung lernen, die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Aufgaben im Entwicklungsprozess der Region zu meistern. In der neuen Abteilung für Entwicklungsforschung sollen sich künftige Führungseliten aus Subsahara Afrika in Master- und PhD-Studiengängen darauf vorbereiten, den Herausforderungen zu begegnen, vor denen die Region bei ihrem Bemühen um wirtschaftlichen, sozialen und politischen Fortschritt steht. Die Studiengänge sind daher nicht nur theoriebasiert, sie haben auch eine starke empirische Ausrichtung auf Fallstudien vor Ort.

Maßnahmen, Reformen, Wirkungen
Unter anderem analysieren die Studierenden die Ausprägungen und Ursachen von Wachstumsdefiziten und ungleicher Ressourcenverteilung in Entwicklungsländern, sie untersuchen die Rollen unterschiedlicher Akteure im Entwicklungsprozess (Unternehmen, öffentliche Verwaltung, Nichtregierungsorganisationen und internationale Geber) und deren Zusammenwirken, sie beleuchten Reformansätze in den Bereichen Binnen- und Außenwirtschaft, öffentliche Verwaltung („Good Governance“, Korruptionsbekämpfung, Reorganisation) und erforschen die Wirkungen von Reformen (Wachstums- und Armutseffekte, Konfliktpotentiale).

Synergieeffekte durch Vernetzung
Die Kooperation mit der Abteilung Strafjustiz des Zentrums bietet durch die Kopplung entwicklungspolitischer und juristischer Themenschwerpunkte innerhalb des Zentrums neue gemeinsame Forschungsansätze. Die Vernetzung mit den vier anderen vom DAAD geförderten Fachzentren ermöglicht zudem, Synergieeffekte zu nutzen. Regelmäßige Treffen von Vertretern aller Zentren ermöglichen den Erfahrungsaustausch und die wissenschaftliche Diskussion gemeinsamer Themen. Neben Jura und Entwicklungsforschung sind die anderen Fachzentren auf Gesundheitswissenschaften, Mikrofinanz und Logistik fokussiert.

Eröffnung des Fachzentrums
Desmond Tutu bei der Eröffnung des Fachzentrums in Kapstadt.
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Ehrendoktorurkunde für Desmond Tutu
RUB-Rektor Prof. Dr. Elmar Weiler überreicht die Ehrendoktorurkunde der Evangelisch-Theologischen Fakultät an Desmond Tutu.
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Weitere Informationen  
Prof. Dr. Wilhelm Löwenstein, Geschäftsführender Direktor; Dr. Gabriele Bäcker, Geschäftsführerin des Instituts für Entwicklungsforschung und Entwicklungspolitik (IEE) der RUB, Tel. 0234/32-22418
ieeoffice@rub.de
 
Redaktion  
Jens Wylkop
Angeklickt  
Institut für Entwicklungsforschung und Entwicklungspolitik der RUB:
http://www.development-research.org
Südafrikanisch-Deutsche Fachzentrum für Entwicklungsforschung und Strafjustiz: Abteilung Entwicklungsforschung:
http://www.drd-sa.org/
 
Pressestelle RUB - Universitätsstr. 150 - 44780 Bochum
Telefon: 0234/32-22830 - Fax: 0234/32-14136
E-Mail: pressestelle@presse.ruhr-uni-bochum.de - Leiter: Dr. Josef König
 
 
 
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Letzte Änderung: 03.04.2009 09:26 | Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik